Referenz · Hersteller

KLARO

Erst die Systemwahl, dann vier Schritte zur Berechnung, am Ende ein PDF, das bei der Behörde eingereicht wird.

Bild: klaro-kalkulator.de

1–50

Einwohner, Anlagengröße

über 40

gezeichnete Behälteransichten

11

Vertriebsregionen

2

Sprachen, zwei Domains

  • Individualsoftware
  • Kalkulator
  • Formelwerk
  • Weboberfläche
  • laufende Weiterentwicklung

Aufgabe

Wer eine Kleinkläranlage nachrüsten will, braucht vorab eine klärtechnische Berechnung: Welches System passt, wie ist die Anlage zu bemessen, und wie sieht das Ganze als Schema aus. Ohne dieses Papier gibt es keine wasserrechtliche Erlaubnis. Gerechnet wurde das bis dahin von Hand, mit Rückfragen, Wartezeit und Übertragungsfehlern. KLARO wollte diese Berechnung dorthin verlagern, wo das Vorhaben entsteht: zum Betreiber und zum Fachbetrieb, rund um die Uhr, ohne Rückfrage.

Die Grundlage war eine Excel-Berechnung aus dem KLARO-Fachbereich, für Nachrüstung und Komplettanlagen, für beide Systeme, von einem bis fünfzig Einwohner. Bevor wir eine Zeile programmiert haben, stand ein Pflichtenheft.

Lösung

Wir haben das Formelwerk von KLARO in eine Webanwendung übertragen. Sie beginnt mit Fragen zu Anlagengröße, Abwasserart, Nutzung, Standort, Zulauf, Trennwand und Versickerung und spricht daraus eine Empfehlung für eines der beiden Systeme aus, KLARO oder KLARO ONE. Danach führt sie in vier Schritten durch Behälter und Volumen, Zu- und Ablaufwerte, die Berechnung und das Anlegen des Projekts. Am Ende steht ein PDF mit klärtechnischer Berechnung und Schemazeichnung, das per E-Mail zugestellt wird und bei der Behörde eingereicht werden kann.

Entwickelt auf Contao, weil die Anwendung eigene Datenstrukturen braucht und im Auftritt des Herstellers leben soll.

Die Anwendung lässt nur plausible Berechnungen zu: Die mögliche Einwohnerzahl folgt laufend dem eingegebenen Volumen, eine zu kleine Klärphase sperrt das Absenden. Wer ein Angebot möchte, landet je nach Postleitzahl beim zuständigen Vertrieb, neun Regionen in Deutschland, dazu Österreich und der Rest der Welt. Englisch läuft unter eigener Domain, klaro-calculator.com.

  • Analyse des Formelwerks mit dem Fachbereich
  • Vorgeschaltete Entscheidungshilfe mit begründeter Systemempfehlung
  • Vier Schritte mit Prüfung der Eingaben
  • Klärtechnische Berechnung und Schemazeichnung
  • Zustellung als PDF per E-Mail
  • Laufende Optimierung und Erweiterung, wenn sich Produkte oder Normen ändern

Ergebnis

Aus Stunden Handrechnung wird eine Eingabemaske. Am Ende steht kein Angebot, sondern ein Dokument, mit dem ein Amt arbeitet.

Einmal durch den Kalkulator

Mit Musterdaten ausgefüllt, nichts abgesendet.

Der Einstieg.
Drei Sätze erklären, was am Ende herauskommt: eine klärtechnische Berechnung mit Schemazeichnung für die Behörde.
Ein paar Fragen, eine Empfehlung.
Anlagengröße, Abwasserart, Nutzung, Standort, Zulauf, Trennwand und Versickerung führen zu KLARO oder KLARO ONE. Beide Systeme bleiben wählbar.
Schritt 1: Behälter.
Über 40 eigens gezeichnete Ansichten zeigen die gewählte Variante. Aus Durchmesser und Wassertiefe errechnet der Kalkulator laufend die mögliche Einwohnerzahl.
Schritt 2: Zu- und Ablaufwerte.
Normwerte sind vorbelegt. Mehr Einwohner, als das Volumen trägt, lassen sich gar nicht erst eintragen.
Schritt 3: Angebot oder nicht.
Fachbetriebe stellen Abdeckung, Steuerung und Zubehör direkt zusammen. Die Anfrage geht nach Postleitzahl an die zuständige Vertriebsregion.
Schritt 4: Projekt anlegen.
Nach dem Absenden kommt das PDF per E-Mail. Ein Angebot lässt sich über einen Link in der Mail nachholen.

Hinter dem Login

KLARO und der Vertrieb arbeiten die Anfragen in einem geschützten Bereich ab: nach Absender gruppiert, mit Status von neu bis archiviert, Angebotswünsche markiert. Jede Berechnung lässt sich öffnen, kopieren, anpassen und als PDF auf Deutsch oder Englisch abrufen.

Was übertragbar ist

Jede Excel-Tabelle, die im Betrieb herumgereicht wird und von der alle abhängen, ist ein Kandidat für eine kleine Anwendung: Konfiguratoren, Preisrechner, Auslegungen, Checklisten. Besonders dort, wo am Ende ein Nachweis, ein Formblatt oder eine Berechnung für eine Behörde steht, spart eine eigene Anwendung mehr Zeit als jede Vorlage.

Mehr zu Contao-Entwicklung

Beteiligt

Alexander Hanke-Mellby
Alexander Hanke-Mellby

Projektleitung und Konzeption

Alexander Brese
Alexander Brese

Programmierung

Pero Köhler
Pero Köhler

Webdesign