Was kostet eine Website? Preise, Posten, Kostentreiber
„Was kostet eine Website?“ ist die häufigste Frage in unseren Erstgesprächen. Die ehrliche Antwort hängt von wenigen Posten ab. Wer sie kennt, kann Angebote vergleichen und weiß, wofür er bezahlt. Dieser Beitrag erklärt die Kostentreiber der Reihe nach, von der Seitenzahl bis zur laufenden Pflege.
24.10.2026 · 8 Min · Von Alexander Hanke-Mellby

Umfang: One-Pager, mehrseitige Website oder Shop
Der größte Hebel ist der Umfang. Jede Seite braucht Struktur, Text, Bilder, Gestaltung und eine Prüfung auf allen Geräten. Mehr Seiten bedeuten mehr Arbeit in jedem dieser Schritte.
- One-Pager: Alle Inhalte stehen auf einer langen Seite, gegliedert in Abschnitte. Das passt für Betriebe mit einem klaren Angebot, etwa Handwerker, Praxen oder Selbstständige. Ein One-Pager ist schnell gebaut und leicht zu pflegen.
- Mehrseitige Website: Jede Leistung, jede Branche und jedes Thema bekommt eine eigene Seite. Das lohnt sich, sobald Sie mehrere Leistungen anbieten und bei Google zu jeder einzeln gefunden werden wollen.
- Onlineshop: Hier kommen Produkte, Warenkorb, Zahlungsarten, Versand, Steuern und rechtliche Pflichten des Fernabsatzes hinzu. Ein Shop ist ein eigenes Projekt mit eigenem Aufwand, mehr dazu unter E-Commerce.
Unser Rat: Starten Sie so klein wie möglich und so groß wie nötig. Eine gute Website lässt sich später erweitern. Eine überladene Website wird selten fertig.
Inhalte: Texte, Fotos und wer sie liefert
Inhalte sind der Posten, den viele unterschätzen. Ein Projekt verzögert sich fast nie wegen der Technik. Es verzögert sich, weil Texte und Bilder fehlen.
- Texte: Liefern Sie fertige Texte, spart das Budget. Schreibt die Agentur, kostet das mehr, die Texte sind dann aber auf Ihre Kunden und auf Suchbegriffe ausgerichtet.
- Fotos: Eigene Bilder von Team, Räumen und Arbeit wirken glaubwürdiger als Bilddatenbanken. Ein Fotoshooting ist ein eigener Posten, zahlt sich aber über Jahre aus.
- Logo und Farben: Gibt es bereits ein klares Erscheinungsbild, baut die Website darauf auf. Fehlt es, entsteht zusätzlicher Gestaltungsaufwand.
- Grafiken und Videos: Erklärgrafiken, Animationen oder Filme sind optional und werden einzeln kalkuliert.
Klären Sie früh, wer welche Inhalte liefert und bis wann. Das ist die beste Versicherung gegen Verzögerungen und Nachträge.
Gestaltung: Vorlage oder individuelles Design
Eine Website kann auf einer bewährten Vorlage aufbauen oder komplett individuell gestaltet werden. Beides hat seinen Platz.
- Vorlage mit Anpassung: Aufbau und Abschnitte stehen fest, Farben, Schriften, Bilder und Texte werden an Ihre Marke angepasst. Das ist schnell, gut planbar und für viele Betriebe völlig ausreichend.
- Individuelles Design: Jede Seite wird für Ihr Unternehmen entworfen, oft mit mehreren Entwurfsrunden. Das lohnt sich, wenn sich Ihre Marke klar abheben soll oder besondere Inhalte eine eigene Darstellung brauchen.
Wichtig für den Preis ist auch die Zahl der Korrekturschleifen. Fragen Sie nach, wie viele Runden im Angebot enthalten sind und was danach passiert.
Auch das System hinter der Website spielt eine Rolle. Manche Websites pflegen Sie selbst über eine Eingabemaske, andere ändert die Agentur auf Zuruf. Überlegen Sie, wie oft Sie selbst etwas ändern wollen. Wer jede Woche Neuigkeiten veröffentlicht, braucht einen anderen Aufbau als jemand, der zweimal im Jahr die Preise anpasst.
Funktionen: Formulare, Terminbuchung, Mehrsprachigkeit
Jede Funktion, die über reines Anzeigen hinausgeht, kostet Einrichtung und später Pflege. Typische Beispiele:
- Kontaktformular: fast immer dabei, mit Spamschutz und sauberer Weiterleitung der Anfragen.
- Terminbuchung: Kunden buchen selbst einen freien Termin, der direkt im Kalender landet.
- Mehrsprachigkeit: Jede Sprache verdoppelt Texte, Prüfung und Pflege. Planen Sie nur die Sprachen ein, die Ihre Kunden wirklich brauchen.
- Stellenangebote, Blog oder Referenzen: Bereiche, die Sie selbst befüllen, brauchen eine einfache Eingabemaske.
- Schnittstellen: Anbindungen an Warenwirtschaft, CRM oder Buchungssysteme werden je nach System einzeln geplant.
Fragen Sie sich bei jeder Funktion, ob sie Anfragen bringt oder Arbeit spart. Wenn keins von beidem zutrifft, kann sie warten.
Qualität, die man nicht sieht: SEO, Barrierefreiheit, Recht
Zwei Websites können gleich aussehen und sich trotzdem stark unterscheiden. Der Unterschied liegt in Punkten, die erst später auffallen.
- SEO-Grundlagen: saubere Seitentitel und Beschreibungen, klare Überschriften, sprechende Adressen, eine Sitemap und schnelle Ladezeiten. Ohne diese Basis wird eine Website schwer gefunden. Mehr unter Suchmaschinenoptimierung.
- Mobile Darstellung: Die meisten Besucher kommen über das Smartphone. Jede Seite muss dort gut lesbar und bedienbar sein.
- Barrierefreiheit: ausreichende Kontraste, Alternativtexte für Bilder, Bedienung per Tastatur. Das hilft allen Besuchern und ist ein Zeichen von Qualität.
- Rechtstexte: Impressum, Datenschutzerklärung und eine Lösung für Cookies und eingebundene Dienste. Diese Texte müssen zur tatsächlichen Technik passen.
Fehlen diese Punkte im Angebot, wirkt der Preis niedriger. Nachgerüstet werden müssen sie trotzdem, und dann meist teurer.
Laufende Kosten: Hosting, Sicherheit und Pflege
Eine Website ist nach dem Start nicht fertig. Sie braucht einen Server, Updates und jemanden, der hinschaut, wenn etwas nicht stimmt. Diese Kosten fallen jeden Monat an und gehören in jeden Vergleich.
- Hosting: Speicherplatz und Server, idealerweise in Deutschland.
- SSL-Zertifikat: die verschlüsselte Verbindung, erkennbar am Schloss im Browser.
- Sicherheit und Updates: Systeme und Erweiterungen müssen aktuell bleiben, sonst entstehen Lücken.
- Datensicherung: regelmäßige Backups, damit sich ein Fehler schnell beheben lässt.
- Kleine Änderungen: neue Öffnungszeiten, ein neues Teammitglied, ein aktueller Hinweis.
Achten Sie darauf, was im Monatspreis enthalten ist. Ein günstiges Hosting ohne Pflege wird teuer, wenn nach einem Jahr ohne Updates etwas ausfällt. Wie wir das lösen, steht unter Betreuung.
Domain und E-Mail-Postfächer laufen oft getrennt von der Website. Klären Sie, wer sie verwaltet und auf wen die Domain eingetragen ist. Sie sollte immer Ihrem Unternehmen gehören, damit Sie jederzeit den Anbieter wechseln können.
Angebote vergleichen: diese Fragen helfen
Wie viele Seiten sind enthalten? Wer schreibt die Texte, wer liefert die Bilder? Wie viele Korrekturrunden sind eingeplant? Sind Seitentitel, Sitemap und Mobilansicht Teil der Leistung? Wer kümmert sich um Impressum, Datenschutz und Cookie-Lösung? Was kostet der Betrieb pro Monat, und was ist darin enthalten? Wem gehören am Ende Domain, Inhalte und Zugänge?
Unser Angebot: der One-Pager zum Festpreis
Für viele Betriebe in Bayreuth und Oberfranken ist ein One-Pager der richtige Start. Deshalb bieten wir ihn zu einem festen Preis an:
- Einmalig 1.990 € statt 3.500 € (netto) bei Beauftragung bis 23.12.2026, danach wieder 3.500 €.
- 49 € netto pro Monat für Hosting, Sicherheit, SSL und Wartung.
- Online in 4 bis 6 Wochen.
- Alle Preise netto.
Alle Details und den Ablauf finden Sie unter Website beauftragen. Wenn Sie mehr Seiten, einen Shop oder besondere Funktionen brauchen, erstellen wir ein individuelles Angebot. Einen Überblick gibt die Seite Websites.
Häufige Fragen zu Website-Kosten
Warum unterscheiden sich Angebote für Websites so stark?
Weil Umfang, Inhalte, Gestaltung, Funktionen und laufende Leistungen sehr unterschiedlich enthalten sind. Vergleichen Sie Angebote Posten für Posten, besonders bei Texten, Korrekturrunden, SEO-Grundlagen, Rechtstexten und Pflege.
Welche laufenden Kosten hat eine Website?
Hosting, SSL-Zertifikat, Updates, Datensicherung und kleine Änderungen. Bei unserem One-Pager sind Hosting, Sicherheit, SSL und Wartung für 49 € pro Monat netto enthalten.
Reicht ein One-Pager für mein Unternehmen?
Für Betriebe mit einem klaren Angebot oft ja. Wenn Sie viele Leistungen haben und zu jeder einzeln bei Google gefunden werden wollen, ist eine mehrseitige Website meist die bessere Wahl. Ein One-Pager lässt sich später erweitern.
Kann ich Texte und Fotos selbst liefern?
Ja, das spart Budget. Wichtig ist, dass die Inhalte rechtzeitig vorliegen. Fehlende Texte und Bilder sind der häufigste Grund, warum sich ein Website-Projekt verzögert.
Wie lange dauert es, bis die Website online ist?
Unser One-Pager ist in 4 bis 6 Wochen online. Größere Websites dauern länger, abhängig von Umfang, Funktionen und davon, wie schnell die Inhalte vorliegen.
Ihre Website: kurz besprechen statt lange rechnen
Sie haben schon eine Website und fragen sich, ob sie noch reicht? Der kostenlose Website-Check zeigt Schwachstellen bei Technik, Ladezeit und Auffindbarkeit. Für alles Weitere sprechen wir im Erstgespräch über Ihr Vorhaben und sagen Ihnen offen, welcher Umfang zu Ihnen passt.




