Was kostet ein Logo? Leistungen, Ablauf, Rechte
„Was kostet ein Logo?“ Die Antwort hängt von wenigen Posten ab. Briefing, Entwürfe, Korrekturen, Dateien und Nutzungsrechte bestimmen den Aufwand. Wer sie kennt, kann Angebote vergleichen und weiß, wofür er bezahlt. Dieser Beitrag erklärt die Posten der Reihe nach und nennt die häufigsten Fehler beim Logokauf.
24.10.2026 · 7 Min · Von Alexander Hanke-Mellby

Briefing und Recherche: die Grundlage
Ein Logo beginnt mit Fragen. Was macht Ihr Unternehmen aus? Wer soll das Zeichen sehen? Was gibt es schon, und wie treten die Mitbewerber auf? Ohne diese Antworten entstehen Entwürfe, die gefallen, aber nichts über Sie erzählen.
- Unternehmen: Leistungen, Werte, Geschichte und das, was Sie von anderen unterscheidet.
- Zielgruppe: Wer kauft bei Ihnen, und wo begegnet diesen Menschen Ihr Logo? Auf dem Smartphone, auf dem Fahrzeug, auf dem Angebot?
- Wettbewerb: Welche Farben, Formen und Schriften sind in Ihrer Branche üblich? Ein Logo soll sich abheben und trotzdem zur Branche passen.
- Bestand: Gibt es ein altes Logo, Farben oder Schriften, die erhalten bleiben sollen?
Das Briefing kostet Zeit auf beiden Seiten. Diese Zeit sparen Sie später bei den Entwurfsrunden wieder ein. Ein gründliches Briefing ist deshalb der günstigste Teil des Projekts.
Entwürfe und Korrekturschleifen
Der zweite große Kostentreiber ist die Zahl der Entwürfe und Korrekturen. Jeder Entwurf ist eine eigene gestalterische Idee mit Schrift, Form und Farbe. Jede Korrekturschleife bedeutet Abstimmung, Änderung und erneute Prüfung.
Mehr Entwürfe sind nicht automatisch besser. Drei durchdachte Richtungen geben eine echte Wahl, ohne zu verwirren. Wichtiger ist, dass das Angebot klar sagt, wie viele Korrekturschleifen enthalten sind und was danach passiert. Fehlt diese Angabe, wird jede weitere Änderung zur Verhandlung.
Bei Feuerpfeil sind es drei Entwürfe als Wort-Bild-Marke und bis zu zwei Korrekturschleifen. Sie wählen eine Richtung, wir verfeinern sie, danach steht das Zeichen. Je nach Umfang dauert die Entwicklung zwei bis sechs Wochen, inklusive Briefing, Entwürfen und Abstimmung.
Planen Sie auch für die Abstimmung im eigenen Haus Zeit ein, und legen Sie fest, wer entscheidet. Ein Logo, über das zehn Personen abstimmen, braucht mehr Runden als eines, das zwei Personen freigeben.
Wortmarke oder Wort-Bild-Marke
Logos lassen sich grob in drei Formen einteilen. Die Form beeinflusst den Aufwand und die spätere Nutzung.
- Wortmarke: Der Name in einer gestalteten Schrift, ohne eigenes Zeichen. Sie ist klar und gut lesbar. Die Arbeit liegt vor allem in Schriftwahl, Abständen und Feinarbeit an den Buchstaben.
- Bildmarke: Ein Zeichen ohne Namen. Allein funktioniert sie erst, wenn das Zeichen bekannt ist. Für die meisten Betriebe ist sie deshalb kein Startpunkt.
- Wort-Bild-Marke: Name und Zeichen, aufeinander abgestimmt. Beides kann in vielen Fällen auch einzeln eingesetzt werden, etwa das Zeichen als App-Symbol oder als Profilbild in sozialen Netzwerken.
Eine Wort-Bild-Marke braucht mehr Entwurfsarbeit als eine reine Wortmarke, weil zwei Elemente entstehen und zusammenpassen müssen. Dafür ist sie vielseitiger. Wer sein Logo auf Fahrzeugen, Schildern und kleinen Bildschirmen einsetzt, profitiert von einem Zeichen, das auch allein erkennbar ist.
Das Logo-Paket: Dateien für Bildschirm, Druck und Sonderfarbe
Ein Logo ist erst fertig, wenn es in allen nötigen Dateiformaten vorliegt. Hier unterscheiden sich Angebote stark, und hier entstehen später die meisten Probleme. Ein vollständiges Logo-Paket enthält mindestens diese Dateien:
- PNG in RGB für Bildschirm und Web, also Website, E-Mail-Signatur und soziale Netzwerke.
- Vektorbasiertes PDF in CMYK für den Druck. Vektordateien lassen sich ohne Qualitätsverlust vergrößern, vom Briefkopf bis zum Bauzaunbanner.
- Sonderfarbe in HKS oder Pantone für Druckereien, Werbetechnik und Textilien. So sieht Ihre Hausfarbe auf jedem Material gleich aus.
- Einfarbige Fassung für Stempel, Gravuren und Folienschnitt.
Genau dieses Paket bekommen Sie bei uns. Weitere Varianten erstellen wir auf Wunsch, etwa eine Fassung für dunkle Hintergründe oder ein Hoch- und ein Querformat.
Fragen Sie im Angebot gezielt nach den Formaten. Eine einzelne JPG-Datei reicht für eine Website. Für die Beschriftung eines Fahrzeugs reicht sie nicht. Wie Ihr Logo auf Papier und Geschäftsausstattung wirkt, zeigen wir unter Print.
Nutzungsrechte: was Sie mit dem Logo tun dürfen
Ein Logo ist ein gestalterisches Werk. Das Urheberrecht bleibt beim Gestalter, übertragen werden Nutzungsrechte. Was Sie mit dem Logo tun dürfen, hängt davon ab, welche Rechte im Vertrag stehen. Diese Punkte sollten geregelt sein:
- Umfang: Dürfen Sie das Logo zeitlich, räumlich und inhaltlich unbeschränkt nutzen? Für ein Firmenzeichen sollte das selbstverständlich sein.
- Ausschließlichkeit: Nur Sie dürfen das Zeichen nutzen. Der Gestalter darf es kein zweites Mal verkaufen.
- Bearbeitung: Dürfen Sie oder eine andere Agentur das Logo später anpassen?
- Offene Dateien: Bekommen Sie die Vektordaten, mit denen jede Druckerei und jeder Werbetechniker arbeiten kann?
Klären Sie diese Punkte schriftlich, bevor die Arbeit beginnt. Wenn Sie das Logo als Marke eintragen lassen wollen, prüfen Sie vorher, ob ähnliche Zeichen in Ihrer Branche bereits geschützt sind. Für die Anmeldung selbst ist ein Markenanwalt der richtige Ansprechpartner.
Ein kleiner Leitfaden für die Anwendung
Ein Logo allein sorgt noch nicht für einen einheitlichen Auftritt. Damit es auf Visitenkarte, Website und Fahrzeug gleich wirkt, braucht es ein paar Regeln. Für den Anfang genügt ein kleiner Leitfaden auf wenigen Seiten:
- Schutzraum: Wie viel Abstand braucht das Logo zu Text und Bildrand?
- Mindestgröße: Ab welcher Größe wird es unleserlich?
- Farben: die genauen Werte für Bildschirm, Druck und Sonderfarbe.
- Schriften: welche Schrift für Überschriften und Fließtext genutzt wird.
- Falsche Anwendungen: verzerrt, gedreht, in fremden Farben oder auf unruhigem Hintergrund.
Der Leitfaden hilft allen, die mit Ihrem Logo arbeiten, vom eigenen Team bis zur Druckerei. Wächst daraus ein ganzes Erscheinungsbild mit Farben, Schrift, Geschäftsausstattung und Logo-Manual, finden Sie die Details unter Branding und Corporate Design.
Typische Fehler beim Logokauf
- Billige Wettbewerbe: Viele Gestalter reichen schnelle Entwürfe ein, ohne Ihr Unternehmen zu kennen. Ein Briefing findet kaum statt, Rechte und Herkunft der Entwürfe sind oft unklar.
- Fehlende Rechte: Das Logo ist bezahlt, aber der Vertrag regelt die Nutzung nicht. Das fällt meist erst auf, wenn eine andere Agentur das Logo anpassen soll.
- Nur ein Dateiformat: Das Logo liegt nur als Screenshot oder Word-Datei vor. Die Druckerei fragt nach einer Vektordatei, und niemand hat eine.
- Zu viele Details: Feine Linien und Verläufe sehen am Bildschirm gut aus. Auf einem Kugelschreiber oder als kleines Profilbild verschwinden sie.
- Kein Test im Einsatz: Prüfen Sie Entwürfe auf Visitenkarte, Website, Schild und Smartphone, bevor Sie sich entscheiden.
Nicht jedes Logo muss neu entstehen. Oft genügt es, ein gewachsenes Zeichen zu modernisieren. Proportionen, Schrift und Farben werden angeglichen, überladene Details entfernt und eine saubere Vektordatei angelegt. Das Zeichen bleibt wiedererkennbar und wirkt wieder zeitgemäß.
Angebote vergleichen: diese Fragen helfen
Wie läuft das Briefing ab? Wie viele Entwürfe sind enthalten, und in welcher Form? Wie viele Korrekturschleifen sind eingeplant? Welche Dateiformate bekommen Sie für Bildschirm, Druck und Sonderfarbe? Welche Nutzungsrechte werden übertragen? Gibt es einen kleinen Leitfaden zur Anwendung?
Häufige Fragen zu Logo-Kosten
Wovon hängt der Preis für ein Logo ab?
Vom Briefing, der Zahl der Entwürfe und Korrekturschleifen, der Form des Logos, dem Umfang des Logo-Pakets und den übertragenen Nutzungsrechten. Vergleichen Sie Angebote deshalb Posten für Posten.
Wie viele Entwürfe bekomme ich bei Feuerpfeil?
Drei Entwürfe als Wort-Bild-Marke. Danach sind bis zu zwei Korrekturschleifen enthalten.
Welche Dateien gehören zu einem Logo?
Mindestens ein PNG in RGB für Bildschirm und Web, ein vektorbasiertes PDF in CMYK für den Druck, die Sonderfarbe in HKS oder Pantone und eine einfarbige Fassung. Diese Dateien enthält unser Logo-Paket.
Wie lange dauert die Entwicklung eines Logos?
Bei uns je nach Umfang zwei bis sechs Wochen, inklusive Briefing, Entwürfen und Abstimmung.
Muss mein altes Logo komplett ersetzt werden?
Nicht unbedingt. Oft reicht eine behutsame Modernisierung. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob das genügt oder ob ein neues Zeichen die bessere Lösung ist.
Ihr Logo: erst reden, dann gestalten
Zeigen Sie uns Ihr heutiges Logo oder erzählen Sie von Ihrem Unternehmen. Im Erstgespräch klären wir, ob eine Modernisierung reicht oder ein neues Zeichen entstehen soll. Ablauf und Leistungen im Detail finden Sie unter Logo-Design.


